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Ischgl-Studie: Entwicklung von Herdenimmunität und Impfstrategie gegen COVID-19

COVID-19Ischgl-Studie: Entwicklung von Herdenimmunität und Impfstrategie gegen COVID-19

Um die Entwicklung der Herdenimmunität in einer Population zu verstehen, ist eine routinemäßige Seroüberwachung der Bevölkerung erforderlich, um das Vorhandensein von Antikörpern gegen COVID-19 abzuschätzen. Daten aus der Sero-Surveillance-Studie der Bevölkerung in der österreichischen Stadt Ischgl beleuchten diesen Aspekt und haben Forscher dazu veranlasst, ein Vorhersagemodell zu entwickeln, das bei der Planung einer effektiven Impfstrategie und nicht-invasiver Interventionen in der Bevölkerung gegen die Infektion helfen könnte. 

Die Daten der Ischgl-Studie zeigten, dass ca. 42.4 % der Bevölkerung waren nach 9-10 Monaten Testzeit seropositiv, seit die ersten Patienten dem Coronavirus ausgesetzt waren1,2. Dies erfordert jedoch die Verwendung geeigneter Antikörper und des richtigen Ziels, um sicherzustellen, dass Personen mit leichten Infektionen nicht übersehen werden3. Diese Daten aus der Ischgl-Studie legen nahe, dass die Antikörperantwort auf COVID-19 nicht nur lang anhaltend ist, sondern ein Prädiktor für die Herdenimmunität in einer Population sein kann. Dies erfordert wiederum die Notwendigkeit einer routinemäßigen Sero-Überwachung in einer Population, um die Anzahl der Personen zu schätzen, die Antikörper positiv sind? Obwohl diese Studie möglicherweise nicht repräsentativ für die gesamte Bevölkerung ist, kann sie uns dennoch dabei helfen, nicht nur die seropositiven Personen zu identifizieren, sondern führt indirekt zur Vorhersage der geschätzten Bevölkerung, die eine Auffrischimpfungsdosis benötigen würde oder nicht. Dies ist derzeit von äußerster Bedeutung, da die Verabreichung von Impfstoffen gegen COVID-19 in den meisten Ländern in vollem Gange ist und die Welt gespannt darauf wartet, zum „normalen Leben“ zurückzukehren, das vor COVID-19 bestand. Dies wird es den politischen Entscheidungsträgern und Administratoren ermöglichen, Leitlinien zu entwickeln und sicherzustellen, dass angemessene Ressourcen für die Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung ausgegeben werden, bei der die Antikörperentwicklung minimal ist. 

Darüber hinaus hat diese Studie auch die Entwicklung eines nicht-invasiven Vorhersagemodells gezeigt, das auf der Selbsteinschätzung von drei identifizierten Symptomen (Husten, Geschmacks-/Geruchsverlust und Gliederschmerzen) basiert, das die seropositiven Personen genau vorhersagen könnte4 in einer mit dem Coronavirus infizierten Bevölkerung. Die Nutzung eines solchen nicht-invasiven Modells kann wirklich für die ganze Welt von Vorteil sein, um die COVID-19-Pandemie zu bekämpfen, indem die Sero-Positivität in der Bevölkerung vorhergesagt wird. 

Kombination dieser beiden Ansätze der routinemäßigen Seroüberwachung und prädiktiver Modellierung mit CHES-Software5 Um die Sero-Positivität zu bestimmen, können Länder auf der ganzen Welt effizient Sero-Überwachungsstudien planen, die bei der Kontrolle der Pandemie helfen können, indem sie das Geld der Steuerzahler effektiver ausgeben und so schnell wie möglich wieder Normalität herstellen.  

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References:

  1. Ischgl: Antikörper haben nur leicht abgenommen. Online veröffentlicht am 18. Februar 2021. Verfügbar unter https://tirol.orf.at/stories/3090797/ Zugriff am 19. Februar 2021.  
  1. Medizinische Universität Innsbruck 2021. Pressemitteilung – Ischgl-Studie: 42.4 Prozent sind Antikörper-positiv. Online erhältlich unter https://www.i-med.ac.at/pr/presse/2020/40.html Zugriff am 19. Februar 2021.  
  1. Unterschätzen wir die Seroprävalenz von SARS-CoV2? BMJ 2020; 370 doi: https://doi.org/10.1136/bmj.m3364 (Erschienen 03. September 2020) 
  1. Lehmann, J., Giesinger, et al., 2021. Schätzung der Seroprävalenz von SARS-CoV-2-Antikörpern anhand von drei selbstberichteten Symptomen: Entwicklung eines Vorhersagemodells basierend auf Daten aus Ischgl, Österreich. Epidemiologie und Infektion, 1-13. Online veröffentlicht von Cambridge University Press: 18. Februar 2021. DOI: https://doi.org/10.1017/S0950268821000418 
  1. Holzner B, Giesinger JM, Pinggera J, Zugal S, Schöpf F, Oberguggenberger AS, Gamper EM, Zabernigg A, Weber B, Rumpold G. The Computer-based Health Evaluation Software (CHES): eine Software zur elektronischen Patientenberichterstellung . BMC Med informieren Decis Mak. 2012. November 9; 12:126. mach: https://doi.org/10.1186/1472-6947-12-126.  

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Rajeev Soni
Rajeev Sonihttps://www.RajeevSoni.org/
Dr. Rajeev Soni (ORCID ID: 0000-0001-7126-5864) hat einen Ph.D. in Biotechnologie von der University of Cambridge, UK, und verfügt über 25 Jahre Erfahrung in der weltweiten Arbeit in verschiedenen Instituten und multinationalen Unternehmen wie The Scripps Research Institute, Novartis, Novozymes, Ranbaxy, Biocon, Biomerieux und als leitender Forscher im US Naval Research Lab in der Wirkstoffforschung, Molekulardiagnostik, Proteinexpression, biologischen Herstellung und Geschäftsentwicklung.

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