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Ein neuer Antikörperansatz zur Bekämpfung von Eierstockkrebs

MEDIZINEin neuer Antikörperansatz zur Bekämpfung von Eierstockkrebs

Es wurde ein einzigartiger immuntherapiebasierter Antikörperansatz entwickelt, der auf Krebsarten abzielt, die aus soliden Tumoren bestehen.

Eierstockkrebs ist die siebthäufigste Krebs bei Frauen weltweit. Eierstöcke sind die beiden Fortpflanzungsdrüsen, die bei einer Frau Eier produzieren und auch die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron produzieren. Eierstockkrebs tritt auf, wenn abnormale Zellen im Eierstock beginnen, außer Kontrolle zu geraten und einen Tumor zu bilden. Eierstockkrebs hat in den frühen Stadien oft keine Symptome, daher ist dieser Krebs im Allgemeinen fortgeschritten, wenn er diagnostiziert wird. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate für diesen Krebs reicht von etwa 30 bis 50 Prozent. Unbehandelt kann sich der Tumor auf andere Körperteile ausbreiten und dann als metastasierender Eierstockkrebs bezeichnet werden.

Immuntherapie zur Behandlung von Eierstockkrebs

Antikörper Eine Immuntherapie (oder Immuntherapie) ist eine „gezielte Therapie“, bei der manipulierte Antikörper verwendet werden, um Krankheitsziele zu identifizieren, an bestimmte Substanzen auf Krebszellen zu binden und diese dann abzutöten oder Immunzellen herbeizurufen, um sie abzutöten. Bösartige Wucherungen bei Eierstockkrebs enthalten normalerweise keine Flüssigkeit oder Zysten, sondern bilden solide Tumoren. Eine große Hürde bei der Immuntherapie von Eierstockkrebs ist, dass unsere Immunzellen solide Tumoren nicht effektiv infiltrieren können. Der Erfolg von Immuntherapien ist bei soliden Tumoren sehr begrenzt und dies untergräbt die ansonsten vielversprechenden Ansätze der Krebsimmuntherapie. Forscher der University of Virginia haben einen neuartigen Antikörper-Ansatz entwickelt, um Eierstockkrebs abzutöten, indem sie versuchen, diese Barrieren zu überwinden. In ihrer Studie veröffentlicht in Cancer Cell, sagen die Autoren, dass die Haupthürde durch die feindliche Mikroumgebung eines soliden Tumors verursacht wird, die es für manipulierte Antikörper schwierig macht, Krebszellen zu erreichen und abzutöten. Diese Mikroumgebung ist sauerstoffarm und im Falle von Eierstockkrebs bilden eine Reihe großer Rezeptoren einen Schutzzaun um die Krebszellen. Eine solch herausfordernde Umgebung schränkt die Wirkung von Immunzellen ein, selbst nachdem sie hier angekommen sind. Um das Problem anzugehen, haben die Autoren einen Antikörper mit zwei „Köpfen“ entwickelt und ihre Methode als „Single-Agent Dual-Specificity Targeting“ bezeichnet, dh dieser Antikörper trifft zwei Ziele auf Eierstockkrebszellen. Das erste Ziel ist der Folatrezeptor-Alpha-1-Rezeptor namens FOLR1, der bei Eierstockkrebs stark exprimiert wird und ein etablierter Marker für eine schlechte Prognose ist. Der Antikörper verwendet FOLR1 zur „Verankerung“ in der Krebszelle. Das zweite Ziel ist der „Todesrezeptor 5“ auf Krebszellen, an den der Antikörper bindet, was zum Absterben der Krebszellen führt. Dieser manipulierte Antikörper war mehr als 100-mal wirksam beim Abtöten von Krebszellen im Vergleich zu Antikörpern, die sich derzeit in klinischen Studien befinden. Forscher haben Informationen aus umfangreichen klinischen Daten, die für Immuntherapien bei Eierstockkrebs verfügbar sind, strategisch genutzt.

Ein ähnlicher Ansatz bei Mäusen vermeidet auch Toxizitätsprobleme, die bei früheren Antikörpertherapien ein häufiges Problem waren. Beispielsweise ist Lebertoxizität ein Problem, da Antikörper den Blutkreislauf schnell verlassen und sich in der Leber ansammeln. Die Antikörper in der aktuellen Studie befinden sich in Tumoren und „bleiben“ daher von der Leber fern. Der Ansatz befindet sich noch in einem frühen Stadium der therapeutischen Entwicklung, aber die Forscher wollen diesen Ansatz schließlich am Menschen testen. Bei Erfolg könnte es auch bei anderen Krebsarten eingesetzt werden, bei denen solide Tumoren häufig vorkommen, wie Brust- und Prostatakrebs.

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{Sie können das ursprüngliche Forschungspapier lesen, indem Sie auf den unten angegebenen DOI-Link in der Liste der zitierten Quellen klicken}

Quelle (n)

Shivange G et al. 2018. Ein Single-Agent Dual-Specificity Targeting von FOLR1 und DR5 als wirksame Strategie für Eierstockkrebs. Cancer Cell. 34(2)
https://doi.org/10.1016/j.ccell.2018.07.005

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